Kein Schnellschuss beim Gasteigumbau

Dr. Wolfgang Heubisch (FDP), kulturpolitischer Sprecher der Stadtratsfraktion: „Die Probleme beim Umbau des Gasteigs lassen es sinnvoll erscheinen, erneut über Alternativen nachzudenken. Der bislang als alternativlos dargestellte Umbau für rund 450 Millionen Euro darf nicht dazu verführen, einen Automatismus auszulösen, der am Ende der Stadt viel Geld kostet und nur eine suboptimale Lösung bietet.

Bereits am 12. September 2018 haben wir gefordert, Gespräche mit den Investoren der Paketposthalle zu führen. Bislang wurde der Standort Paketposthalle für einen neuen „Gasteig“ als völlig unrealistisch bezeichnet, da die Postnutzung auf Jahre fortbestehen würde. Nun ist aber klar, dass die Nutzung durch die Post Ende 2020 enden wird.

Ein großer Nachteil des Gasteigumbaus ist, die Schaffung eines Interimsstandorts. Die enormen Aufwendungen sind letztlich verloren. Wie sich gerade jetzt herausstellt, ist zudem die Verkehrserschließung mangelhaft. Außerdem weiß man, dass umfassende Umbauten große Kostenrisiken bergen. Schon deshalb wäre es sinnvoll, über einen realistischen Plan „B“ zu verfügen. Der neue Standort Paketposthalle für ein großes kulturelles Zentrum hätte auch unter Stadtentwicklungsgesichtspunkten enormes Potential

Selbst die Alternative Abriss und Neubau des Gasteigs am bestehenden Standort sollte angesichts der Urheberrechtsprobleme nochmal in Betracht gezogen werden. Bevor irgendwelche Entscheidungen heute getroffen werden, muss klar sein, dass kein Automatismus ausgelöst wird und es nicht zu einem finanziellen Abenteuer kommt, der bei einer späteren anderen Entscheidung den Steuerzahler enorm belastet.“

Deshalb stellte die FDP-HUT Stadtratsfraktion am 12.9.2018 folgenden Antrag:

Die Verwaltung nimmt Gespräche mit dem neuen Eigentümer der Paketposthalle auf, um Möglichkeiten für eine Alternative des beschlossenen sehr teuren Gasteigumbaus zu eruieren.

Über die Ergebnisse dieser Gespräche wird dem Stadtrat umgehend berichtet.

 

 


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