Machbarkeitsstudie für den Bahn-Nordring umgehend im Stadtrat vorstellen und weiterdenken

Dr. Michael Mattar (FDP), Fraktionsvorsitzender: „Derzeit fahren auf der rund 30 Kilometer langen, zweigleisigen Strecke nur Güterzüge. Sie zweigt kurz hinter Olching ab und fädelt bei Trudering wieder auf die Hauptstrecke Richtung Rosenheim ein.

Von Karlsfeld und Moosach soll es bis zum Jahr 2026 eine Verbindung bis zur Knorrstraße geben. Freistaat, Stadt München, MVV und BMW hatten 2017 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Dabei sollte geprüft werden, ob es möglich ist, den Bahn-Nordring für Personenzüge zu ertüchtigen vgl. https://www.tz.de/muenchen/stadt/muenchen-sind-neuen-plaene-fuer-bahn-nordring-11018292.html. Die Studie zeigt, dass „als Vorlaufbetrieb“ Pendelzüge von Karlsfeld und/oder Moosach zum Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) von BMW an der Knorrstraße im Münchner Norden möglich sind.

Ein Bahnhof an der Knorrstraße bietet sich an, da die nächsten U-Bahnhöfe Am Hart und Frankfurter Ring vom Bahn-Nordring ein Stück entfernt sind. Das sei überhaupt das Manko des Nordrings, sagt Andreas Barth vom Fahrgastverband Pro Bahn: Er bietet wenig Verknüpfungsmöglichkeiten mit dem U- oder S-Bahn-Netz.

Nach wie vor unverständlich sei, warum nicht auch der Südring in gleicher Weise ausgebaut werde. Derzeit wird zwar ein Regionalbahnhof an der Poccistraße geplant – aber ausdrücklich nicht für S-Bahnen.

Deshalb stellt die FDP-HUT Stadtratsfraktion folgenden Antrag:

Die Machbarkeitsstudie für den Bahn-Nordring wird dem Stadtrat umgehend vorgestellt. Dabei soll zudem darauf eingegangen werden, welche zusätzlichen Maßnahmen (beispielsweise Pasinger Kurve) nötig wären, um einen leistungsfähigen Tangentialverkehr zu entwickeln und den Nordring mit einem ertüchtigten Südring zu verbinden.

 


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