Neubauwohnungen mit einem Mietpreis von 8 Euro/pro qm Kaltmiete

Dr. Michael Mattar (FDP), Fraktionsvorsitzender: „In München existieren bereits unterschiedliche Modelle von subventioniertem Wohnungsbau (Einkommensorientierte Förderung, Münchner Wohnungsbau, München Modell und konzeptioneller Mietwohnungsbau). In allen Fällen wird insbesondere der Grundstückspreis subventioniert. Bis auf den konzeptionellen Mietwohnungsbau erfolgt auch eine Sozialauswahl der Mieter beim Erstbezug (allerdings nicht fortlaufend, so dass das Problem der Fehlbelegung sich über kurz oder lang einstellt). Aber sowohl beim München Modell Miete als auch beim konzeptionellen Mietwohnungsbau liegt die Erstvermietungsmiete deutlich über 8 Euro/qm, obwohl die Subventionierung des Grundstückspreises erheblich ist, meist zwischen 1.000 bis 1.800 Euro pro qm Geschoßfläche, was bei einer 70qm-Mietwohnung zu einer Subvention von ca. 150.000 Euro führt.

Wenn in Hamburg eine Kaltmiete von 8 Euro/qm erreicht wird, müsste entweder die Subvention noch höher oder der Standard der Wohnungen und damit die Baukosten niedriger sein. Gerade die immer weiter steigenden Baukosten im geförderten öffentlichen Wohnungsbau in München sollten Anlass sein, zu versuchen, von anderen Städten zu lernen.“

Die FDP-HUT Stadtratsfraktion stellt daher folgenden Antrag:

Die Verwaltung stellt dem Stadtrat das Vorhaben der Freien Hansestadt Hamburg dar, wie es in Hamburg gelingt, Neubauwohnungen mit einem Mietpreis von 8,-Euro/pro qm Kaltmiete zu errichten. Insbesondere soll dargestellt werden, wie die Grundstücksvergabe erfolgt (an private Bauträger und/oder Genossenschaften und/oder städtischen Gesellschaften) und welche zusätzlichen Bedingungen an die Vergabe geknüpft werden (Auswahl der Mieter, Mietsteigerungen, Bindungsdauer, ökologischer Standard etc).


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