Prüfung von Notfallpräventionsmaßnahmen für Gefahrenstellen an der Isar und am Eisbach

Thomas Ranft (FDP): „Aufgrund des Unwetters am Freitag, den 19. August 2017 wurde der Sylvensteinspeichersee in die Isar abgelassen, in den Alpen regnete es massiv. In der Isar herrschte eine Strömung, bei der es für Badende und Gelegenheitsbootfahrer lebensgefährlich wurde. Nach einigen tödlichen Unfällen in diesem Jahren haben die Landratsämter München, Bad Tölz-Wolfratshausen sowie die Landeshauptstadt München eine Allgemeinverfügung erlassen, die das Baden und Befahren verbietet. Am 16.08.2017 wollten vier Männer auf Höhe der Marienklausen Brücke baden gehen. Zwei erkannten die Gefahr frühzeitig und konnten sich selbst in Sicherheit bringen. Der Dritte rettete sich auf einen Betonpfeiler der Brücke und wurde später von der Feuerwehr gerettet. Für den Vierten kam die Hilfe jedoch zu spät da er durch eine Wasserwalze gespült wurde. http://www.focus.de/regional/muenchen/badeunfall-in-muenchen-24-jaehriger-ertrinkt-in-der-isar_id_7480735.html
Am Eisbach ereigneten sich heuer innerhalb weniger Tage zwei tödliche Badeunfälle. http://www.sueddeutsche.de/muenchen/englischer-garten-mann-stirbt-im-eisbach-1.3541434

Die Stadtbäche und die Isar sollen frei zugänglich bleiben. Die Isar und der Eisbach tragen bedeutend zur Münchner Lebensqualität bei, die nicht eingeschränkt werden darf. Der Eisbach ist ein beliebter Erholungsort und eine Attraktion für Touristen. Von der Schlösser und Seenverwaltung wurden am Eisbach bereits Schilder mit Badeverbot und Warnhinweisen auf Lebensgefahr aufgestellt. Sanktionen und Geldstrafen zeigen sich wirkungslos. Gegen Unvernunft ist keine Schutzmöglichkeit gegeben. Es soll daher geprüft werden, welche Notfallpräventionsmaßnahmen an der Isar und am Eisbach erforderlich und möglich sind.“

Deshalb stellt die FDP-HUT Stadtratsfraktion folgenden Antrag:

Die Landeshauptstadt München prüft in Kooperation mit den zuständigen Stellen (Schlösser und Seenverwaltung etc.) welche Notfallpräventionsmaßnahmen für Gefahrenstellen, nach Aufhebung der Allgemeinverfügung, an der Isar und am Eisbach möglich sind. Geprüft wird u.a. ob Absperrgitter an den Gefahrenstellen, Rettungsschwimmhilfen in regelmäßigen Abständen bzw. freiwillige geübte Rettungsschwimmer an kritischen Punkten zur Prävention beitragen.


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