Stadt hat keinen Überblick: Städtische Wohnungspolitik im Blindflug

In der heutigen Rathausumschau gibt die Stadt mit ihren städtischen Wohnungsgesellschaften zu, keinen Überblick über die Belegung ihrer großen Wohnungen zu haben.

Dr. Michael Mattar (FDP) Fraktionsvorsitzender: „Schlimm genug ist es, dass die LH München keinen Überblick zur Unterbelegung ihrer großen geförderten Wohnungen hat. Es ist aber ein Armutszeugnis, wenn die Stadt dies auch als gottgegeben akzeptiert und nicht ändern will. Es ist in keiner Weise ausreichend, wenn nur zu Beginn des Mietverhältnisses darauf geachtet wird, dass eine große mit viel Steuergeld subventionierte Wohnung mit einer entsprechenden Familie (oder einer entsprechenden Anzahl von Personen) belegt wird. Da die Mietdauer bei städtischen Wohnungen inzwischen im Durchschnitt über 20 Jahre beträgt, ist es dringend erforderlich, einen Überblick über die Unterbelegung großer geförderter Wohnungen zu haben. Die Forderungen anderer Parteien, mehr große Sozialwohnungen zu bauen, geht dadurch völlig ins Leere. Wichtig wäre es den Bestand besser zu nutzen.

Die städtische Wohnungspolitik erweist sich wieder einmal als völlig ineffektiv. Es wird sehr viel Geld ausgegeben und sehr wenig in der Wohnungspolitik in München erreicht.
Ohne große Bürokratie wäre es dringend möglich und erforderlich, dass mindestens alle drei oder fünf Jahre die Belegung von Wohnungen mit 3 und mehr Zimmern festgestellt wird. Gezielte Angebote, um in kleinere Wohnungen zu wechseln, wären dann erforderlich und notfalls auch mit einem finanziellen Druck zu unterstreichen.“


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