Viele Fragen zur Gasteigsanierung sind bis heute offen

Gabriele Neff (FDP), Stellv. Fraktionsvorsitzende: „Bislang gibt es nur einen Grundsatzbeschluss zur Sanierung des Gasteigs. Solange nicht über die Sanierung im Einzelnen und deren Umfang beschlossen worden ist, müssen zwar Interimslösungen gesucht und offen gehalten, aber keine Fakten geschaffen werden.

Es reicht völlig aus, wenn eine Bauvoranfrage für das Gelände an der Hans-Preißinger-Straße erarbeitet und dann eingereicht wird. Überhaupt scheint der Termindruck wenig hilfreich zu sein. Dadurch besteht die Gefahr von enormen zusätzlichen Kostenrisiken. Das Gelände an der Hans-Preißinger-Straße als Interimsstandort ist aus unserer Sicht noch lange nicht beschlussreif. Dies zeigen auch die offenen Fragen des Bezirksausschusses.“

Mit Schreiben vom 14.12.2017 haben wir Herrn Oberbürgermeister Reiter gebeten, die folgenden Fragen noch vor den Sitzung am 16. Januar 2018 zu beantworten:

Erst im Juli 2019 soll über den Umfang der Sanierung des Gasteigs beschlossen werden. Notwendige Planungen werden dann bis Baubeginn am Gasteig erhebliche Zeit in Anspruch nehmen. Bislang war beschlossen, über eine Interimslösung erst danach zu beschließen:

  1. Macht es deshalb überhaupt Sinn vor Juli 2019 über einen oder mehrere Interimsstandorte zu entscheiden?
  2. Welche baulichen Gründe sprechen für einen zwingend notwendigen Umzug für die Spielzeit 2020/21?
    Anmerkung: Planungen der Philharmonie werden zwar in der Vorlage aufgeführt (Seite 23), erscheinen aber nicht zwingend erforderlich. Die Konkurrenzsituation zum neuen Musikhaus kann jedenfalls kein ernstes ausschlaggebendes Argument sein.
  3. Wie setzen sich die um 43 Mio. Euro verminderten Material- und Personalaufwendungen (S. 18) in der Interimszeit zusammen?
  4. Kann die Verwaltung bis zur endgültigen Beschlussfassung über den Interimsstandort Hans-Preißinger-Straße ein verbindliches Umzugskonzept für alle bisherigen Mieter vorlegen?
  5. Das Kommunalreferat erklärt in der Vorlage, dass die Baustelleneinrichtung für das Heizkraftwerk Süd auf dem Gelände der Großmarkthalle unterkommen könnte: Trifft dies auch dann zu, wenn zeitlich parallel eine neue Großmarkthalle errichtet wird?
  6. Könnte der Stadtrat zunächst nur beschließen, den Bauvorbescheid einzureichen ohne bereits endgültig über den Interimsstandort zu entscheiden (da die Vorarbeiten für den Bauvorbescheid an der Hans-Preißinger-Straße bereits laufen).
  7. Liegt eine Stellungnahme der Kämmerei vor?
  8. Hat es Gespräche mit der Messe München GmbH gegeben mit dem Ziel, eine zusätzliche Halle/Gebäude zu errichten, der als Interimsstandort in Frage käme und später von der Messe genutzt werden könnte?

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