Was bringt der Werkswohnungsbau?

Dr. Michael Mattar (FDP), Fraktionsvorsitzender: „Es gibt eine wohlklingende Idee, die Oberbürgermeister, CSU und SPD beflügelt, Forderungen an die Wirtschaft zu richten, Werkswohnungen zu bauen. Wir fragen uns aber, was würde der Bau von Werkswohnungen in München tatsächlich bringen, vor allem, wo würden Werkswohnungen zusätzlich errichtet werden? Sollte nämlich nur eine Umverteilung stattfinden, würde sich möglicherweise sogar eine Bevorzugung gut verdienender Mieter großer Unternehmen gegenüber anderen Wohnungssuchenden ergeben.

Ganz merkwürdig ist die Idee der CSU, eine zusätzliche städtische Wohnungsgesellschaft zu gründen, die sich dann in Konkurrenz zu den bestehenden Wohnungsgesellschaften um städtische Grundstücke bewirbt. Außer zusätzlicher Bürokratie mit weiteren Geschäftsführern, die sich CSU und SPD vermutlich wieder gerne aufteilen, wäre nichts gewonnen.“

Deshalb stellt die FDP-HUT Stadtratsfraktion folgende Anfrage:

1. Wo sollen und können zu den mittel- und langfristigen Wohnungsbauprojekten, die seitens des Stadtrates vorgesehen sind, zusätzlich Werkswohnungen verwirklicht werden?

2. Gibt es Grundstücke für Wohnungsbauprojekte, die keine oder sehr wenige Investoren finden und dadurch der Wohnungsneubau nicht verwirklicht werden kann?

3. Bislang zeigten die hohen Grundstückspreise, dass eine erhöhte Nachfrage und ein viel zu geringes Angebot von Grundstücken und zu wenig Baurecht besteht: wie wird die Preisentwicklung von Grundstücken    für den Bau von freifinanzierten Wohnungen eingeschätzt, wenn zusätzlich zu den bekannten Investoren (Wohnungsgesellschaften, Bauträger, Pensionskassen, nationale und internationale Investoren) noch zusätzlich finanzstarke gewerbliche Unternehmen auftreten ohne dass zusätzliche Flächen ausgewiesen werden?

4. Welche zusätzliche Grundstücke soll eine neue städtische Gesellschaft, die Wohnungen für städtische Bedienstete errichten soll, bebauen?

 


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